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Hier gibt's in unregelmäßigen Abständen Neues zur schönsten Nebensache der Welt!
Von der Saison 1999/2000 bis zur Hinrunde 2004/2005 wurden fast alle Spieltage von mir beschrieben und Vieles kommentiert.
Wer Spass daran hat, schaue sich mal die älteren Berichte an, vor allem die Kommentare während unserer Finanzkrise sind immer noch sehr interessant.
Seit 2006 gibt es hin und wieder mal ein Video zu sehn!
Hinter diesem Symbol verbirgt sich ein/mehrere Videos!
Sie benötigen QuickTime zum Gucken meiner Videos?
Schon morgens beim Frühstücksbuffet alles in schwatz-gelb, gefühlte 80% der Hotelgäste waren Borussen. Nahtlos ging es in der Innenstadt weiter.
Um 10:45 an der
Gedächniskirche
waren schon ca. 3000 Borussen auszumachen, findige Getränkeverkäufer heizten die Stimmung mit Borussen-Liedern nonstop an.
Sogar der Brunnen wurde passend eingefärbt. Auf den anschließenden Weg zur Fanmeile vorm
Brandenburger Tor das gleiche Bild: Ganz Berlin schien in Dortmunder Hand, die Bayuwaren, personell sowieso deutlich in der Unterzahl,
hatten sich angesichts der schwatz-gelben Mehrheit wohl überwiegend in geschlossene Räume zurückgezogen. Die wenigen, die sich zeigten, bekamen auch prompt ihr
Fett weg.
Und auch die ehemaligen Besatzungsmächte hießen die schwatz-gelben Fans willkommen.
Auf der
Fanmeile
offenbarte sich das bekannte Bild. Allerdings hätte man getrost auf die Unterhaltung auf der Bühne verzichten und statt dessen ein paar Spielszenen
aus den vergangenen Jahren oder von der WM 2006 zeigen können. Was die Damen vor der Großbildleinwand zum Playback sangen, war einfach nur unterirdisch.
Wir gingen dann zum Potsdamer Platz, um Kloppo im Sony Center nach dem Wahrheitsgehalt des N24-Nachrichtentickers zu befragen.
Der war aber schon im Olympiastadion, also machten wir uns auch gegen 17:45 Uhr (die Damen mögen uns verzeihen) per
S-Bahn
auf den Weg zum Olympiastadion.
Die Stimmung erinnerte mich ein bischen an die glorreichen 90er, als sich in der S-Bahn Hombruch-Grevel (nach den Spielen) ähnliche Szenen abspielten.
Lang, lang ist's her, doch der heutige Tag sollte ja soetwas wie der Startschuss in neue, erfolgreichere Zeiten als zuletzt werden.
Im Olympiastadion angekommen wurde alles noch getoppt. Die
Nationalhymne
sangen noch Alle mit, doch dann war nur noch die 35-40.000 Schwatz-gelben päsent. Die Stimmung war schlichtweg sensationell,
unterbrochen von ein, zwei Schreckminuten nach dem 0:1 durch Toni sang die Kurve am Marathontor die ganze Zeit "Ole, hier kommt der BVB"
und "Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz" (m. E. inhaltlich nicht so toll!).
Viele neutrale Fans, wie später berichtet wurde, schwenkten während des Spiels aufgrund des grandiosen Kampfes der Mannschaft und der
ununterbrochenen Anfeuerung der Fans in unser Lager. Nach dem
der Ausgleich
durch Mladen Petric, unserer Lebensversicherung 2008, in der Nachspielzeit gab es kein Halten mehr. Es schien fast, als hätte wir den Ball in den letzten
Minuten der regulären Spielzeit regelrecht hineingeschrieen.
"Totgesagte leben länger", das war schon meine Antwort auf die vielen Sprüche in der Woche zuvor! Und die Sensation schien jetzt zum Greifen nah.
Müßig zu spekulieren, was passiert wäre, wenn Olli Kahn den Super-Schuß von Florian Kringe, unserem Besten heute, nicht ebenso super pariert hätte.
Und so kam es wie so oft: Der vielzitierte Bayern-Dusel und ein italienischer Top-Torjäger gaben den Ausschlag.
Obwohl wir, bis auf die ersten 20 min, das Spiel weitgehend bestimmten, blieb es letzlich beim 1:2. Nach dem Spiel sah man natürlich
enttäuschte Gesichter
, aber trotzdem konnten wir erhobenen Hauptes das Stadion verlassen.
Zum Spieltag:
Warum das Spiel im April angesetzt wurde, bleibt das Geheimnis des DFB. WM oder EM sind alle 2 Jahre!
Die 9-10°C am Freitag und Samstag taten der Stimmung zwar keinen Abbruch, doch der Mai ist eindeutig der bessere Monat.
Auch der Termin während der spanndensten Phase der BuLiga ist doch sehr unglücklich gewählt.
Für die beiden Protagonisten scheint den Medien nach die Liga gelaufen, die Bazis sind wohl durch, wir aber noch lange nicht am sicheren Ufer.
Und auch die neue Uhrzeit gefällt wohl kaum einem Fan. Früher haben wir zum Pokalfinale immer gegrillt,
das wird wohl zuhause in DO kaum jemand getan haben. Glücklicherweise blieb es zumindest weitgehend trocken.
Nur eine kritische Frage an den Trainer sei heute erlaubt: Warum haben wir in dieser Saison nicht immer so gespielt, dann wären wir auch ohne DFB-Pokal international dabei und müssten nicht noch in den letzten Spielen um den Klassenerhalt bangen.
HFA, Berlin 19.04.2008
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